Veröffentlicht am 21.08.2014

Musical-Fabrik 2.0

Knapp 1,5 Jahre nach der ersten Version der Musical-Fabrik-Seite habe ich sie komplett neu aufgesetzt. Und mit komplett neu meine ich dabei wirklich: Wir haben einen neuen Server, ein neues CMS, ein neues Design und viele kleine "Helferlein" die bei der alten Seite wirklich gefehlt haben.

Tschüss Joomla, hallo Wordpress!

Von Joomla! als Content-Management-System habe ich mich mit diesem Wechsel entgültig verabschiedet. Es war für mich einfach zu unübersichtlich und zu schlecht dokumentiert (mehr dazu unter Sebiworld - Die neue Seite!). Im Nachhinein hatte ich in diesem Punkt wohl auf das falsche Pferd gesetzt. Aber nun gut: Wordpress ist das neue CMS meiner Wahl. In meinem Praktikum hatte ich die einmalige Gelegenheit mich einen Monat lang intensiv mit Tutorials und Anleitungen zum Thema auseinanderzusetzen. Trotzdem gefällt mir Wordpress noch - vielleicht ein gutes Omen.

Ein neues Theme

Das alte Template hat mir ebenfalls überhaupt nicht mehr gefallen. Hätte es eine Möglichkeit gegeben das Template aus Joomla! direkt in Wordpress zu übernehmen - ich hätte sie wahrscheinlich nicht wahrgenommen.

Beim Joomla!-Template hatte ich den Ansatz verfolgt möglichst viel in ein einzelnes Theme zu verpacken. Dafür konnte ich im Backend Farben und Bilder individuell für jede Seite konfigurieren, was grundsätzlich ja gar nicht mal schlecht klingt. So hatten die Hauptseite und alle Projektseiten das gleiche Template obwohl sie sehr unterschiedlich aussahen. Der Nachteil daran: Der Code wurde schnell unübersichtlich. Farben und Einstellungen die im Backend definiert wurden mussten direkt im HTML eingebunden werden, was die strikte Trennung von HTML und CSS verhindert hat. Selbst bei kleinen Änderungen musste ich so erst einmal herausfinden welche Style-Eigenschaft wo liegt, und wo sie vielleicht überlagert werden könnte.

Im neuen Wordpress-Theme ist jetzt alles ganz anders: Für die Hauptseite und jedes Unterprojekt  verwende ich ein eigenes Theme. In Wordpress gibt es durch die Multisite-Funktion die Möglichkeit, mehrere Blogs unter einem Dach zu verbinden. So ist die Hauptseite ein Blog, die Oliver!-Seite ein Blog und auch die "Die Schöne und das Biest"-Seite ein eigenes Blog. Trotz der Trennung können Beiträge mithilfe des Plugins ThreeWP Broadcast zwischen den Blogs geteilt werden.

Die Hauptseite hat ein ganz eigenes Theme mit dem schicken Namen mf_basic (die programmier-interessierten unter euch können alle Themes und Plugins bei Github ansehen). Das Theme generiert aus den festgelegten Menüelementen auf der Startseite automatisch ein Onepage-Layout, zeigt also alle Menüelemente nicht auf extra Seiten sondern untereinander an. Beim Klick auf einen Menübutton wird deshalb keine neue Seite geladen sondern nur zum entsprechenden Inhalt nach unten gescrollt. Neben dieser technischen Finesse habe ich unzählige Stunden allein damit verbracht Überschriften auf die passende Größe zu setzen, Innen- und Außenabstände anzupassen, Farben zu ändern und mit ähnlichem Zeug. Ein stimmiges Theme entsteht eben nicht über Nacht. Außerdem sind habe ich jetzt einige Tools im Einsatz die mein Entwicklerleben deutlich vereinfachen: GruntBowerSass und Bootstrap sind die vier wichtigsten davon.

Die Projektseiten (Oliver! und Die Schöne und das Biest) haben zwar eigene Themes (mf_olivermf_beauty), diese unterscheiden sich aber nicht sehr stark voneinander. Hauptsächlich definiere ich für jedes Projekt die Farben neu und passe sie an das entsprechende Logo und das Look-and-feel an. Durch Sass-Variablen muss ich hierfür nicht mehr jeden Button-Rahmen einzeln verändern.

Verwaltung von Darstellerbildern

Ein wichtiger Faktor der mir auf der alten Musical-Fabrik-Seite das Leben schwer gemacht hat war die Verwaltung von Darsteller-Portraits. Die Idee alle Darsteller auf der Seite -geordnet nach Rollen und Aufgabenbereichen- vorzustellen, fand ich toll, sobald man aber händisch zum x-ten Mal die entsprechende Tabelle verändern muss weil ein Darsteller dazugekommen oder herausgefallen ist, wird die ganze Angelegenheit sehr nervig.

Mein neuer Helfer für dieses Problem ist mf-portrait. Dieses Wordpress-Plugin ermöglicht es Portraits von Darstellern anzulegen und diese dann den entsprechenden Rollen zuzuweisen. Ohne in Tabellen herumpfuschen zu müssen, alles ganz einfach. Die Erstellung dieses Plugins hat dann doch echt lange gedauert und war komplizierter als ich erwartet hatte - ich glaube aber dass es diese Mühe wert war. Das Plugin kann natürlich für alle zukünftigen Musicalprojekten wiederverwendet werden.

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